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Totenlieder

„Die Formation New rAge Project ist in okkulten Kreisen vielen ein Begriff; zeigte sich das Projekt um den kreativen Bandkopf Romero E. Sotes (alias Frater Eremor) doch in vielerlei Hinsicht umtriebig und aktiv. Nach mehreren CD-Veröffentlichungen mit rein okkulten Inhalten in kleinster Auflage, folgt nun der erste Tonträger in Gestalt der Doppel CD ‚Totenlieder‘.

Mit opulenten Pauken und orchestraler Dramatik eröffnet das Stück ‚Death Rite‘ die Totenlieder. Soundtrackartige Chöre setzen ein und der starke Gesang Lena Winkels schwört ein auf eine rund zweistündige Reise rund um das Thema Tod und Vergänglichkeit. Dabei nutzten sie ausschließlich Gedichte von bekannten Größen wie Christian Morgenstern, Hermann Hesse, Friedrich Nietzsche, Heinrich Heine etc., die sie in einem ureigenen Sound vertont haben. 

Stücke wie ‚Thanatos‘ und ‚Wir werden stumm in den Strudel steigen‘ sind zutiefst düstere Hymnen, zwischen Orchester und Ambient. Das ist jene majestätisch erhabene Musik, von der Peter H. Gilmore immer spricht, aber selbst nicht hinbekommt. Hier werden neue Standards für Ritualmusik gesetzt.

Die okkulte Thematik ist hier nicht zum Selbstzweck verkommen. Ein ambitioniertes Musikprojekt, das durch seine enorme Stilvielfalt für Hörer des Neofolks, des Industrials und auch des Gothic-Genres zum Pflichtkauf wird.“ 


NEW rAGE PROJECT
Totenlieder

Doppel-CD im Digipak, 26 Lieder mit über 100 Min. Spielzeit, 20-seitiges Booklet mit vielen Fotos, komplett farbig.

ISBN 978-3-939459-06-4

€ 18,00

   
Das Licht in der Dunkelheit

NEW rAGE PROJECT begannen mit den Aufnahmen zu den Totenliedern bereits im August 2005 mit düsteren Klangcollagen, über denen sich die Texte als gesprochenes Wort entfalten. Phase 2 bestand aus einfachen, meist tieftraurigen Liedern, die im Jahr 2006 unter anderem in verschiedenen Kirchen aufgenommen wurden. Hier waren die technischen Möglichkeiten begrenzt, aber dennoch entstand ein athmosphärisch dichter Klang. Die Stücke Lacrimosa, Auf dem Strome, Schwarzer Stern und Im Nebel verströmen jedoch eine Authentizität, die wohl in keinem Studio der Welt zu erzeugen ist. Diese Songs erinnern in ihrer Struktur und einfachen Melodielinien entfernt an Wiegenlieder, die Texte hingegen widmen sich dem unaufhaltsam nahenden Tod. In der dritten Phase, die im Januar 2007 ihr Ende fand, mischten sich treibendes Schlagwerk und verzerrte Gitarren in das Gesamtbild, die neuen Stilelemente verwischen die sich bei dem Titel “Totenlieder” aufdrängenden Assoziationen von leiser Trauer über den Tod einer geliebten Person und öffnen die Tore für schreiende Wut über den Tod der Völker. Als Gaststimmen sind auf den Totenliedern Speedy, Razial und Lena Winkel zu hören. Lena, die ansonsten bei der Band On Purpose (www.onpurpose.de.vu) für den Gesang zuständig ist, hinterlies bereits bei Deutschland sucht den Superstar einen bleibenden Eindruck und zeigt sich bei den Totenliedern absolut überzeugend auch in jenen Stilrichtungen, die Dieter Bohlen wohl nicht produzieren würde. Aller musikalischen Vielseitigkeit zum Trotz tritt bei der Zusammenstellung der Totenlieder jedoch zu keinem Zeitpunkt Beliebigkeit ein. Die thematische Achse bleibt der Tod, um den sich die unterschiedlichsten Klangwände und musikalischen Flächen im Kreise drehen, wie das Leben selbst. Die Musik von NEW rAGE PROJECT ist zu jedem Zeitpunkt echt: Echte Wut, echte Trauer und manchmal schleicht sich gar echte, bissige Ironie in die Stücke. Totenlieder ist trotz einiger klamm-heimlicher Ohrwürmer in seiner Gesamtheit ein sperriges und immer anspruchsvolles Album geworden, dass in unsere Zeit passt, in ein Zeitalter, das neben seinen Toten oft auch seinen Glauben, seine Ideale und manchmal jegliche Hoffnung begraben hat. Doch eins bleibt in den Soundlandschaften und auch in den sorgfältig ausgewählten Texten stets sichtbar: Der Lichtfunke in der Dunkelheit. (Peter Joost Mertens)


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